Alte Musik / Early Music 

Ensemble Barockin'

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Die Kunst des Fälschens


François Couperin (1668-1733), Nicolas Chédéville (1705-1781) u.a.


Die Musik verliert nicht ihre Schönheit und Kraft, wenn sie auch als Fälschung entlarvt ist. Das Programm widmet sich der Kunst des Fälschens, dem gekonnten Handwerk vereint mit Genialität. 

,,Möglicherweise“ , könnte sich der junge Franzose François Couperin (1668-1733) gedacht haben ,,regen sich die Leute auf, wenn ich eine italienische Sonate schreiben würde“ . Die Erinnerung an den Buffonisten-Streit (französische Anmut  gegen italienisches Temperament) war noch frisch. So veröffentlichte er seine ,,Sonate“ unter einem italienischen Pseudonym und stieß mit dem Werk trotz seiner Besorgnis auf große Begeisterung beim Publikum.  Viel später veröffentlichte Couperin  die Sammlung ,,Les Nations“ samt dieser Sonate unter seinem echten Namen.


,,Möglicherweise“, könnte sich Nicolas Chédéville (1705-1781) gedacht haben, ,,kaufen die Leute lieber die Musik von Vivaldi als mein drittes Heft“ . So komponierte er selbst die Sonaten von Vivaldi. Antonio Vivaldis Op. 13 ,,Il Pastor Fido“ entpuppte sich erst im Jahr 1990(!) als ,,Fälschung“.  

Genauso vom  Geschäftssinn geleitet war der Londoner Verleger Walsh. Er sah, dass viele Hobbyflötisten potentielle Kunden wären und gleichzeitig die große Beliebtheit eines Komponisten wie Georg Friedrich Händel (1685-1759).  So bastelte er eine Sonatensammlung für Flöte von Händel zusammen. Ein Deckblatt vom anderen Verleger aus Belgien fälschte er auch noch dazu. Eine Überzeugungstat - zur Freude des heutigen Publikums.



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